ADHS im Erwachsenenalter
ADHS und ADS im Erwachsenenalter: Klarheit finden, Potenziale nutzen
Innere Unruhe, ständiges Gedankenkreisen, Schwierigkeiten bei der Fokussierung oder impulsive Entscheidungen – viele Erwachsene leiden unter diesen Symptomen, ohne die eigentliche Ursache zu kennen.
Was ist ADHS / ADS?
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine psychische Erkrankung, die in der Kindheit beginnt, jedoch auch im Erwachsenenalter erhebliche Herausforderungen mit sich bringen kann. Während bei ADHS die Hyperaktivität und Impulsivität stark ausgeprägt sind, fehlt diese Komponente bei der ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) oft. Betroffene mit ADS wirken nach außen eher verträumt oder ruhig, leiden innerlich aber unter einem massiven Aufmerksamkeitsdefizit und chronischer Erschöpfung durch das ständige Kompensieren im Alltag.
Warum ist das Thema so relevant? Die unentdeckte ADHS
ADHS gehört mittlerweile zu den häufigeren psychiatrischen Diagnosen, bleibt jedoch gerade bei Erwachsenen oft lange unentdeckt. Viele Betroffene haben sich über Jahrzehnte an das Chaos im Kopf gewöhnt. Eine korrekte Diagnose ist entscheidend: Eine unerkannte ADHS führt im Erwachsenenalter oft zu chronischen Erschöpfungszuständen, hohem Leidensdruck und begünstigt Folgeerkrankungen wie Depressionen oder Suchtverhalten.
Die Notwendigkeit einer ausführlichen Diagnostik
Eine schnelle Verdachtsdiagnose reicht bei ADHS im Erwachsenenalter nicht aus. Es bedarf einer professionellen und mehrstufigen Testung. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Differenzialdiagnostik zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen. Symptome wie innere Unruhe, rasende Gedanken oder Impulsivität können auch Kernsymptome einer bipolaren Erkrankung oder einer Depression sein.
Welche Ursachen haben ADHS und ADS?
ADHS ist in erster Linie eine neurobiologische Erkrankung. Die Ursachen liegen in einer veränderten Informationsübertragung im Gehirn, insbesondere im Stoffwechsel der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin. Diese Botenstoffe steuern Aufmerksamkeit, Motivation und Impulskontrolle. Zudem liegt eine starke genetische Veranlagung vor.
Diagnostik und Behandlung in meiner Praxis
- Strukturierte Diagnostik: In biografischen Anamnesegesprächen sowie durch standardisierte Fragebögen (mit Selbstbeuteilungs,-und Fremdbeurteilungsskalen) erfassen wir Ihre Symptomatik ganzheitlich
- Körperlicher Ausschluss: Laboruntersuchungen und apparative Diagnostik stellen sicher, dass keine körperlichen Ursachen vorliegen
- Individueller Behandlungsplan: Wir entwickeln gemeinsam eine Strategie, die auch eine medikamentöse Beratung beinhalten kann
Einfluss der Medikation: Optionen für mehr Fokus
Die medikamentöse Therapie ist oft ein entscheidender Wendepunkt. Medikamente greifen direkt in den veränderten Neurotransmitter-Stoffwechsel ein. Viele Patienten berichten, dass sich ein Nebel lichtet und eine innere Ruhe einkehrt, die das Ordnen der Gedanken ermöglicht. Die Wahl zwischen Stimulanzien (z. B. Methylphenidat) und Non-Stimulanzien erfolgt individuell und unter ärztlicher Kontrolle.
Die Rolle von Sport und Tagesstruktur
Körperliche Aktivität dient als zusätzlicher Anker für eine bessere Impulskontrolle und ergänzt die therapeutischen Maßnahmen.
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